Notheizung: Was kostet der Strom wirklich? Vergleich & Ratgeber
Alles im Griff
• vor 8 Monaten

Notheizung: Was Sie über Stromkosten und Alternativen wissen sollten
Eine Notheizung kann in verschiedenen Situationen Gold wert sein - sei es bei einem Ausfall der regulären Heizung, in wenig genutzten Räumen oder als temporäre Lösung während der Übergangszeit. Doch was kostet der Strom für eine Notheizung wirklich? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und bieten Ihnen einen umfassenden Vergleich sowie wertvolle Ratschläge, um Ihre Heizkosten im Griff zu behalten.
Stromfresser Notheizung? Ein genauer Blick auf die Kosten
Der Stromverbrauch einer Notheizung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Leistung des Geräts (angegeben in Watt), die Betriebsdauer und der aktuelle Strompreis. Kleine Heizlüfter verbrauchen oft zwischen 1.000 und 2.000 Watt, während größere Geräte auch mehr Leistung aufnehmen können. Um die Kosten zu berechnen, multiplizieren Sie die Leistung in Kilowatt (kW) mit der Betriebsdauer in Stunden und dem Strompreis pro Kilowattstunde (kWh).
Beispielrechnung: Ein Heizlüfter mit 1.500 Watt (1,5 kW) läuft 5 Stunden am Tag. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh ergibt sich folgende Rechnung: 1,5 kW x 5 Stunden x 0,35 €/kWh = 2,63 € pro Tag. Hochgerechnet auf einen Monat können so schnell beträchtliche Kosten entstehen.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Rechnung nur eine Schätzung darstellt. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Isolierung des Raumes, der gewünschten Temperatur und der Effizienz des Heizgeräts variieren.
Vergleich verschiedener Notheizungen: Effizienz und Kosten
Nicht jede Notheizung ist gleich. Es gibt verschiedene Typen, die sich in Effizienz und Anschaffungskosten unterscheiden:
- Heizlüfter: Günstig in der Anschaffung, aber oft ineffizient und laut. Sie erwärmen die Luft schnell, aber die Wärme verflüchtigt sich auch schnell wieder.
- Konvektoren: Etwas teurer als Heizlüfter, aber energieeffizienter. Sie erwärmen die Luft langsam und gleichmäßig.
- Infrarotheizungen: Erwärmen nicht die Luft, sondern die Objekte und Personen im Raum. Sie sind sehr effizient, da keine Energie durch Luftzirkulation verloren geht. Allerdings sind sie in der Anschaffung teurer.
- Ölradiatoren: Benötigen etwas Zeit zum Aufheizen, speichern die Wärme aber gut und geben sie langsam ab. Sie sind relativ energieeffizient und leise.
Bei der Wahl der richtigen Notheizung sollten Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Energieeffizienz und die spezifischen Anforderungen des Raumes berücksichtigen.
Tipps zur Senkung der Stromkosten bei Notheizungen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stromkosten bei der Nutzung einer Notheizung zu senken:
- Raumgröße berücksichtigen: Verwenden Sie nur so viel Heizleistung wie nötig, um den Raum zu erwärmen. Ein zu großer Heizlüfter verbraucht unnötig viel Strom.
- Thermostat nutzen: Stellen Sie die gewünschte Temperatur ein und lassen Sie den Thermostat die Heizleistung regulieren. So wird der Raum nicht überhitzt und Energie gespart.
- Isolierung verbessern: Dichten Sie Fenster und Türen ab, um Wärmeverluste zu minimieren.
- Zeitschaltuhr verwenden: Stellen Sie eine Zeitschaltuhr ein, um die Heizung nur dann einzuschalten, wenn sie tatsächlich benötigt wird.
- Alternative Heizmethoden prüfen: Bevor Sie zur Notheizung greifen, prüfen Sie, ob es alternative Heizmethoden gibt, die weniger Strom verbrauchen.
Alternative Heizmethoden: Mehr als nur Strom
In manchen Fällen gibt es Alternativen zur elektrischen Notheizung, die weniger Energie verbrauchen oder sogar kostenlos sind:
- Kamin oder Ofen: Wenn Sie einen Kamin oder Ofen haben, können Sie diesen nutzen, um den Raum zu heizen. Holz ist zwar nicht kostenlos, aber oft günstiger als Strom.
- Warme Kleidung und Decken: Ziehen Sie sich warm an und verwenden Sie Decken, um sich warm zu halten. Dies ist die einfachste und kostengünstigste Methode.
- Mobile Gasheizung: Mobile Gasheizungen sind eine Alternative zu elektrischen Heizungen, besonders in Räumen ohne Stromanschluss. Achten Sie jedoch auf eine ausreichende Belüftung.
Fazit: Notheizung mit Bedacht einsetzen
Eine Notheizung kann in bestimmten Situationen eine praktische Lösung sein. Es ist jedoch wichtig, sich der Stromkosten bewusst zu sein und Maßnahmen zu ergreifen, um den Verbrauch zu senken. Vergleichen Sie verschiedene Heizgeräte, nutzen Sie Thermostate und Zeitschaltuhren und prüfen Sie alternative Heizmethoden, um Ihre Heizkosten im Griff zu behalten. So können Sie die Vorteile einer Notheizung nutzen, ohne Ihr Budget zu sprengen.